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Gebetsschule

der Osnabrücker Domgemeinde

 

Beten will gelernt sein! Diese Erfahrung haben auch Experten in Sachen Gebet schon häufig in ihrem persönlichen Gebet gemacht. Deshalb haben die Initiatoren dieses Projektes eine Gebetsschule ins Leben gerufen, die Menschen das Beten näher bringen möchte. In originellen Workshops und mit vielfältigen Angeboten sind dabei die unterschiedlichsten Menschengruppen eingeladen in eine Verbindung mit Gott einzutreten.

Vielfältige Workshops lehren das Beten

Anblick bot sich allen, die am Abend des 16. November 2007 den Osnabrücker Gertrudenberg zur Klosterkirche hinaufstiegen: Am Aussichtspunkt, hoch über der Stadt, hatten sich 40 Gläubige versammelt, die im warmen Licht zahlreicher Kerzen und Laternen für die Menschen der Stadt beteten.

Zuvor hatte sie eine Lesung aus Jeremia 29, 4-9, „Suchet der Stadt Bestes“, auf das „Beten für die Stadt“ eingestimmt. Nun baten sie für die Einwohner von Osnabrück um Solidarität, Gerechtigkeit und Gemeinschaft, um Segen für Hilfesuchende, Kinder, Kranke und Bedürftige – Anliegen, die zuvor in einem vor dem Dom aufgestellten Briefkasten gesammelt worden waren.

Das „Beten für die Stadt“ war eines von vielen spirituellen Angeboten der Kirchengemeinde St. Petrus-Dom im Rahmen ihrer Gebetsschule. Hinter der Gebetsschule stand der Wunsch des Pfarrteams, Menschen neue Wege zum Gebet und der Annäherung an Gott zu eröffnen. Dabei ging es vor allem um aktives Mitmachen: „Wir haben Menschen aus unserer Gemeinde angesprochen, die von ihrer eigenen Gebetspraxis erzählt und andere dazu eingeladen haben. Das ging von den Ordensfrauen über den Domchor bis zum Universitätsprofessor. Auf diese Weise haben wir unterschiedliche Zugänge zum Gebet ermöglicht“, erzählt Pfarrer Ulrich Beckwermert.

Die Gebetsschule im Jahr 2015 stand unter dem Motto des Abends- und Nachtgebetes.

Einen ganzen Monat lang lud die Gebetsschule Menschen in Osnabrück mit vielfältigen Angeboten zum Dialog mit Gott ein. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten z.B. jeden Mittwoch im November um 12.30 Uhr zu einem „Kurzgebet in der Mittagspause“ in die Kirche kommen – ein Angebot, das die Menschen gerne nutzten.

Einen ganz individuellen Zugang zum Gebet fanden die Teilnehmer im Workshop „Beten mit Farben“. Hier ging es darum, Glauben und die persönliche Beziehung zu Gott in Farben und Formen bildlich auszudrücken.

Besondere Gebetsorte wie Schulen, Krankenhäuser und Klöster boten einen neuen Rahmen für den Dialog mit Gott. So luden die Osnabrücker Benediktinerinnen an zwei Abenden von 19.30 Uhr bis Mitternacht in ihr Kloster zum gemeinsamen Gebet ein. Wer keine Möglichkeit hatte, die Orte des Gebets selbst aufzusuchen, konnte kurzerhand einen ambulanten Gebetsdienst zu sich nach Hause bitten. Ein Anruf im Pfarrbüro reichte und ein Gemeindemitglied machte sich auf den Weg, um mit dem Anrufer über Gott zu sprechen und mit ihm zu beten.

Die Gebetsschule stieß auf große Resonanz. „Viele Menschen wollen beten, wissen aber nicht genau, wie. Sie brauchen Hilfestellungen, die ihnen die Gebetsschule in vielfältiger Weise geboten hat“, fasst Pfarrer Beckwermert die positiven Erfahrungen zusammen.

Die Gebetsschule der Osnabrücker Domgemeinde wurde 2008 im Rahmen der Bonifatiuspreisverleihung mit dem zweiten Sonderpreis ausgezeichnet.

Missionarischer Gedanke

„Eine Gebetsschule ist der Anstoß eines inneren Prozesses, der fortgesetzt fachkundiger Anleitung und Fortführung bedarf. Eine missionarische Kirche wird ohne eine ausgesprochen spirituelle Begleitung suchender (junger) Menschen letzten Endes erfolglos bleiben, weil gerade das lebendige Gebet, das Zwiegespräch mit Gott im Innersten der Seele, zum Kern des religiösen Daseins überhaupt gehört“, so Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

Ansprechpartner/in

Pfarrbüro Dom
Große Domsfreiheit 2
49074 Osnabrück
Tel: 0541 318-585
E-Mail: domgemeinde@kg.bistum-os.de

Links & Literatur

Weblinks

www.domgemeinde-os.de

 

Mehr zum Projekt auf den Seiten des Bonifatiuswerkes