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Erzbistum Berlin - Pastorale Innovationen
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"Up to the streets"

aus Berlin

 

Die katholische Kirche in Berlin geht "Up to the Streets" und versucht mit ihren Musikprojekten, Gott ins Gespräch zu "singen", ja, am liebsten die Menschen in authentischer Weise mit Gottes Liebe in Berührung zu bringen. Dabei ist der künstlerische Anspruch zunächst Spaß an Musik. Die Musikauswahl "über Gott und die Welt" ist ein Mix aus rhythmisch ansprechenden sowie textlich zur Zeit im Kirchenjahr passenden Liedern. Junge Erwachsene und Jugendliche sind eingeladen, mit Instrumenten die Straße und die U-Bahn spontan zu ihrer Bühne zu machen.

Der theologisch-pädagogische Hintergrund des Projekts geht von der Beobachtung aus, dass Kirche und Glaube bei vielen jungen Menschen heute "out" ist. Außerdem gehören die neuen Bundesländer zu den am stärksten atheistisch geprägten Regionen der Welt. Hier soll bewusst angesetzt werden - mit Musik als einem klaren Jugendthema und der Straße als öffentlichem Raum. Schon die Zusammensetzung der Teilnehmenden - einer heterogenen Gruppe - wird explizit missionarisch gestaltet; Begegnung und Kommunikation werden ermöglicht, was alle bereichern soll. Der Aufenthaltsort Sticker in Stralsund ist ebenfalls kein kirchlicher Ort, sondern ein Schultheater.

Auf offener Straße bekommt man ein unmittelbares FeedbackÜbernachtung mit Schlafsack und Isomatte
Auf offener Straße bekommt man ein unmittelbares Feedback
Übernachtung mit Schlafsack und Isomatte

Im Jahr 2013 wurde zum ersten Mal das Straßenmusikprojekt "Up to the streets" auf die Beine gestellt. Mit ca. 30 jungen Erwachsenen wird eine missionarische Straßenmusiktour an der Ostsee gestaltet. Mit Schlafsack und Isomatte übernachten die Akteure in Stralsund im Schülertheater Sticker. In den ersten beiden Tagen erspielen sie in Band-Workshops verschiedene Sets über Gott und die Welt. Dann wird an der Ostseeküste die Straße zur Bühne gemacht.

Das Projekt will junge Menschen stärken, kreativ und teamfähig aufzutreten und öffentlich auch als lebensoffene Kirche mit und für andere einzutreten. Getragen wird das Projekt von Mitarbeitern des Pastoralteams "Katholische Kirche Nord-Neukölln - Kirche im sozialen Brennpunkt" in Berlin. Mitmachen werden neben engagierten Christen auch konfessionsfreie Menschen.

"Uns verbindet die Lust an dem Projekt und die Offenheit, auch spirituelle Lieder zu singen und unter der 'Flagge' von Kirche aufzutreten", so der Projektverantwortliche, Pallottinerpater Kalle Lenz. "Auf der Straße als Bühne treffen wir in der Ferienzeit und bei unseren Tagesreisen an verschiedene Küstenorte auf ganz viele unterschiedliche Menschen. Da wir im Unterschied zu den meisten Straßenmusikern kein Geld annehmen wollen, werden wir durch den Überraschungseffekt mit vielen in ein Gespräch kommen können. Unser Ziel ist es, durch gute Ausstrahlung Lebensfreude und auch Gottesliebe zu verbreiten. Wir werden auch experimentieren, welche Backhomes (Give-aways) gut ankommen und inwieweit wir auch durch andere künstlerische Einlagen wie Straßentheater eine frohe Botschaft ausdrücken können. Wir freuen uns, wenn wir für viele eine Neugier oder Interesse an unserem Glauben wecken können."

Das Projekt ist ein voller Erfolg, sodass mittlerweile jedes Jahr Jugendliche und junge Erwachsene unter dem Leitwort: "Mission possible ... das Leben lieben" im Sommer in Kleinbussen an die Ostsee fahren, in Bandworkshops ein Set spielen und damit entlang der Ostsee ziehen.

Am Heiligabend verteilt eine kleine Gruppe in der Berliner U-Bahn (Linie U8) eine selbstgebastelte Schachtel mit dem Bild der Krippe und der Botschaft: "Du bist ein Geschenk des Himmels."

Missionarischer Gedanke

"Up to the streets" versucht, den Sendungsauftrag Jesu Christi in einer Sprache umzusetzen, die die Menschen verstehen. Sie will in einer "religiös unmusikalischen" Umgebung, als die Berlin und die neuen Bundesländer oft gelten, ein zutiefst religiöses und musikalisches Zeichen setzen, ohne sich aufzudrängen. Musik ist eine Sprache, die jeder Mensch verstehen kann und die deshalb einen Zugang zur christlichen Botschaft erleichtert. Zusätzlich erleichtert die offene und lebenslustige Art der bunten Truppe die Kontaktaufnahme und leitet dazu an, mutig und aktiv seinen Glauben zu leben.
Außerdem wirkt das Musikprojekt nicht nur in einer Diasporasituation, sondern innerhalb dieser Diaspora auch an Orten, die eben nicht die schönen Glanzorte Berlins sind. Die Akteure wollen zu den Menschen, die sich in den "Randgebieten" bewegen. Deshalb spielen sie auch im Untergrund Berlins, in der U-Bahn.

Ansprechpartner/in

Anja Breer

Briesestraße 15
12053 Berlin
E-Mail

Links & Literatur

Weblinks

Mehr zum Projekt auf den Seiten des Bonifatiuswerkes

www.facebook.com

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Mitgliedschaften, Förderer und Auszeichnungen

Das Projekt wurde im Jahr 2014 mit dem Verkündigungspreis der Bergmoser + Höller Stiftung ausgezeichnet.