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K.I.C.K.

Kunst in Christ-König

 

Die Kunstkirche Christ-König in Bochum lädt Künstlerinnen und Künstler zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Kirchenraum ein. Besucher können hier unkonventionelle Perspektiven einnehmen, sich mit Fragen nach Werten und nach Sinn auseinanderzusetzen.

Der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, genehmigte zum 1. Januar 2010 die Nutzung von Christ-König als Kunstkirche und die vorübergehende Außerdienststellung für ein Jahr mit den Auflagen, dass das Allerheiligste und der Tabernakel aus der Kirche entfernt werden müssen. Er verlängerte nach gründlicher Prüfung seine Dispens bis zum Juni 2016. Das Projekt-Team hofft nun darauf, dass die Kunst-Kirche als dauerhaftes Leuchtturm-Projekt des Bistums Essen fest etabliert wird. Und mittlerweile hat sich sogar ein Förderverein gegründet, der nachhaltig für die Belange der Kunstkirche Sorge trägt.

K.I.C.K. („Kunst in Christ-König“) versteht sich als ein Ort für den Dialog zwischen Kunst und Kirche. Die Künstler und Künstlerinnen schaffen Gestaltungen, die gesellschaftsrelevante, religiöse, existentielle und ästhetische Ideen vorstellen, und regen damit zum Austausch an. Alle Kunstformen sind denkbar und erwünscht. Christ-König in Bochum ist ein Ort, an dem die Kirche sich mit zeitgenössischer Kunst und mit Kunstschaffenden der Gegenwart auseinandersetzt und gleichermaßen den Künstlern als Gesprächspartnerin zur Frage nach Gott zur Verfügung steht.

Die Konfrontation von Kunst und Kirche lässt etwas Neues entstehen, das es ohne diese Begegnung nicht geben würde. So wird die Kirche nicht als Ausstellungshalle genutzt, sondern der Kirchenraum selbst provoziert die Künstler und Künstlerinnen zu einer kreativen Auseinandersetzung. Ihre Arbeiten beziehen sich immer auf den konkreten Kirchenraum und wandeln ihn in einer Weise, die von allen Besuchern unterschiedlich wahrgenommen wird. Kunst in Christ-König ist also nur in diesem Kirchenraum so erlebbar und nicht einfach in anderen Räumen reproduzierbar.

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Missionarischer Gedanke

Durch die künstlerischen Arbeiten erhält der Sakralraum Christ-König eine neue Offenheit. Der Besucher – ob er der Kirche nahesteht oder nicht – erfährt hier über die Begegnung mit Kunst eine besondere Begegnung mit Kirche, mit Glauben und mit fundamentalen Fragen, die je nach individueller Voraussetzung eine mehr oder weniger intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben anstoßen kann.

Durch die Unabhängigkeit dieses Orts von Gemeindestrukturen oder voreingenommenen Netzwerken, durch seine demonstrative Offenheit für Kreativität, künstlerische Auseinandersetzung, aber auch für neue Ausdrucksformen im Gottesdienst der Ü30-Kirche hat die Christ-König-Kirche beste Voraussetzungen als Anlaufstelle für alle „Grenzgänger“, denen Gott etwas bedeutet, die sich aber mit der Kirche schwer tun.

Dabei wird die Christ-König-Kirche ausdrücklich als Gebets-, Inspirations- und Gottesdienstort für besondere Gottesdienste weitergeführt.

Die Künstler erleben den Sakralraum als ungewöhnlich inspirierend. Sie erhalten hier die Möglichkeit, einen Raum neu zu erproben und dabei Grenzen zu überschreiten, wie dies in traditionellem Maße bisher nicht erfahrbar war. So fungiert die Christ-König-Kirche als Ort der Begegnung. Hier entwickeln sich Dialoge mit und zwischen Künstlern, Kunst- und Kulturinteressierten, Gläubigen und „Grenzgängern“, die neue Perspektiven anstoßen und vermitteln. Ein Kirchenraum ortet die Kunst, damit Menschen sich selber und Gott neu orten können.

Ansprechpartner/in

Propst Michael Ludwig
Kunstkirche Christ-König
Steinring 34
44789 Bochum
Tel.: 0234 / 14 7 15
Fax: 0234 / 965 02 08
E-Mail

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Interview mit Projekt-Referent Norbert Düwel und Propst Michael Ludwig durch Radio Vatikan

Bericht auf Bild.de