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Sinnsucher

Ein Projekt des Bistums Rottenburg-Stuttgart  

 

Sinnsucher sind Menschen, die sich für das „Mehr“ im Leben interessieren, Menschen, die gute Gespräche suchen und Menschen, mit denen man sie auch führen kann. Sinnsucher suchen Sinn und den mitten im Leben. Sie sind offen für Gott und suchen noch. Sinnsucher sind schon in einer Gruppe oder tun sich für ein paar Gespräche zusammen. Sie lassen sich einladen zu einem Gesprächsabend von Freunden oder Seelsorger/innen.

Die Suche nach dem Sinn hinter unserem Leben ist so alt wie die Menschheit und aktueller denn je. Der Trend in unserer Gesellschaft, dass früher Selbstverständliches immer mehr verschwindet, fordert den Einzelnen heraus, sich immer neu zurechtfinden zu müssen. Jeder sucht für sich und versucht dabei, das für ihn Passende zu finden. Doch hat er gefunden, was er suchte, wechselt auch schon die Frage (Gabor Steingart), und alles beginnt wieder von vorn. So findet der Mensch sich selbst immer wieder neu auf der Suche nach dem Weg – nach dem Sinn – nach seinem „Ich“.

Die Aktion „Sinnsucher“ unterstützt Menschen, die Anregungen suchen, um gemeinsam Antworten auf die Frage nach Sinn und nach dem eigenen Ich zu finden. Sie lädt ein, selbst die Initiative zu ergreifen, Menschen der eigenen Umgebung einzuladen, um Gespräche über Gott und die Welt mit anderen zu führen.

Solche Gesprächskreise können auf unterschiedliche Weise entstehen:
- Eine Sinnsucherin findet das Starterkit (oder die Bestellkarte) beim Bäcker, in einer Praxis, bei der Bank, in der Kirche …
- Eine Kirchengemeinde unterstützt beim Initiieren einer solchen Gruppe, indem die die Aktion ausschreibt …
- Ein Sinnsucher hat selbst eine kreative Idee, um Menschen für dieses spannende Vorhaben zu finden …

Beim ersten Sinnsuchertreffen drehte sich alles um Leben und Tod.Zweites Sinnsuchertreffen: Hoffnungen und Zweifel im Blick auf OsternModerationskarten helfen bei der Gestaltung der Einheit.Fotos konfrontieren mit dem Thema.Der Tod im AlltagDer Tod im AlltagDer Tod JesuHoffnung auf ewiges Leben?
Beim ersten Sinnsuchertreffen drehte sich alles um Leben und Tod.
Zweites Sinnsuchertreffen: Hoffnungen und Zweifel im Blick auf Ostern
Moderationskarten helfen bei der Gestaltung der Einheit.
Fotos konfrontieren mit dem Thema.
Der Tod im Alltag
Der Tod im Alltag
Der Tod Jesu
Hoffnung auf ewiges Leben?

Über die Website lassen sich zu Themen wie Vom „Vom Suchen und Finden“, „Von Mensch und Gott“ oder „Auf Leben und Tod“ in Tüten verpackte Materialien bestellen. Die Anleitungen sind einfach und können in der Regel von jeder Person spontan ausgeführt werden – lediglich für einige Spielrunden müssen vorher Karten zurechtgeschnitten werden. Außerdem finden sich alle weiteren Materialien, die man für das Gespräch benötigt, in den Um­schlägen: Karten, Bilder, Texte, Watte, Sprüche. Jeder Umschlag enthält Material für bis zu sechs Personen.

Die Texte sind kurz und öffnen den Raum für Gespräche. Sie lassen je­doch offen, wie weit und tief sich die Gruppe oder der Einzelne auf das jeweilige Thema einlassen will. Jeder Abend ist unabhängig von den anderen, so kann die Gruppe selbst entscheiden, ob ein Thema über­sprungen oder die Reihenfolge verändert werden soll.

Das Motto der neuen Sinnsuchertüten lautet „Leben – like it!“. Es geht um alles, was uns im Leben bewegt und wichtig ist. Es geht um uns, wie wir leben und leben wollen – spielerische Anregungen für Gespräche in der Gruppe, im Freundeskreis, in einer lockeren Runde oder bei einer Feier.

Missionarischer Gedanke

Die Sinus-Kirchenstudie zeigt auf, dass die Antwort auf die Frage nach Sinn immer weniger im kirchlichen Kontext gesucht wird. Die Kirche ist nicht mehr alleiniger Antwortgeber auf die zentralen Fragen des Le­bens. Der Mensch ist emanzipiert genug, selbst nach Antworten zu suchen – allein und im Gespräch mit anderen. Die Aktion „Sinnsucher“ setzt Impulse zu den Themen Sinn, Suche, Leben, Gott und Welt – gerade auch für interessiert Suchende außerhalb der kirchlichen Kontexte.

Ansprechpartner/in

Dr. Christiane Bundschuh-Schramm
Postfach 9, 72101 Rottenburg
Eugen-Bolz-Platz 1, 72108 Rottenburg
Tel.: 07472 169-560
E-Mail

Eckhard Raabe
Postfach 9, 72101 Rottenburg a.N.
Tel.: 07472 169-359
E-Mail

Links & Literatur

Weblinks

Website

Facebook-Seite

Bericht in euangel.de

Präsentation zum Projekt

Literaturhinweise

  • Christiane Bundschuh-Schramm, Eckhard Raabe, Im Blick: Lokale Entwicklung und Sinnsucher – Feinde oder Partner?: Von einer integrierenden zu einer impulsgebenden Pastoral, in: Anzeiger für die Seelsorge 7/8 2014.